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Um den steigenden Anforderungen an das Software- und Systems-Engineering für Embedded Systeme zu begegnen werden neue Notationen, Werkzeuge oder Methoden eingeführt, in der Hoffnung die Effizienz im Software Engineering zu verbessern. Doch nicht immer stellt sich das gewünschte Ergebnis ein.

Nicht immer führt der Wechsel der Notation von ANSI-C zu C++ gleichzeitig zu Objektorientierter Programmierung. Nicht immer verbessert der Einsatz von UML-Diagrammen die Qualität der Software Dokumentation ...

Warum die Einführung eines neuen Werkzeuges, einer neuen Methode oder Notation eventuell sogar kontraproduktiv ist und was zu beachten ist, damit eine Investition zu der erwarteten Effizienz-Steigerung führt, zeigt u.a. eines der grundlegenden Prinzipien der Kybernetik (Wissenschaft der Steuerung und Regelung von Prozessen und Systemen).

Es ist das Phänomen des Engpasses. Bereits Justus von Liebig hat den Kunstdünger auf Basis der Engpass-Analyse erfunden. Seine Überlegungen gingen davon aus, dass eine Pflanze für optimales Wachstum (an dieser Stelle vereinfacht dargestellt) die vier Grundfaktoren Wasser, Nährstoffe, Wärme und Licht benötigt. Steht einer dieser Faktoren in nicht ausreichendem Maße zur Verfügung (Bildet er also einen Engpass), dann hilft es nicht die anderen Faktoren zu erhöhen. Betrachten wir die Pflanze, z.B. im Sommer, wenn sie in einer sehr warmen Periode sehr viel Licht und Wärme bekommt. Ihr Engpass ist dann evtl. Wasser. Würden wir ihr jetzt statt Wasser noch mehr Licht und Wärme zuführen, würde sie wahrscheinlich eingehen.

 

Führen wir also einem System nicht am Engpass Ressourcen zu, schwächen wir das System. Die Kybernetik beweist, dass dieses grundlegende Zusammenhänge sind, die für Systeme und Organismen jeglicher Art gelten, also auch für Prozesse und Vorgehen im Software Engineering.
Dieser Grundsatz liefert die Basis für unsere Leistungen. Wir sind immer bemüht gemeinsam mit unseren Kunden deren aktuelle Engpässe zu finden und diese dann ganz gezielt zu beseitigen.
Mit der Zeit werden andere Engpässe auftauchen, die dann wieder ganz gezielt beseitigt werden. So findet Schritt für Schritt eine Verbesserung statt. In diesem Sinn praktizieren wir gemeinsam mit unseren Kunden ,continuos improvement‘ bereits seit langer Zeit.
In diesem Sinn ist das eigentliche Produkt der Firma Willert Software Tools die Einführung von neuen Vorgehen zur Absicherung von Arbeitseffizienz und Qualität im Software Engineering.
Wir betrachten ein Vorgehen ganzheitlich. Das bedeutet, es beinhaltet sowohl Methoden, Notationen, Prozesse, Werkzeuge, Kenntnisse, strukturelles Arbeitsumfeld usw.
Keiner der gerade aufgezählten Bereiche ist grundsätzlich wichtiger, als ein anderer. Der ideale Prozess ohne Workflow-Unterstützung und Automatisierung, Integration und Wiederverwendung von Daten kann nicht effizient gelebt werden. Erst in Kombination mit einem Werkzeug werden Arbeitsschritte automatisiert und Anwender durch Prozesse geführt. Notationen, mit deren Hilfe sich der Lösungsraum effizient definieren lässt, und die wiederum Automatisierung ermöglichen, führen letztendlich in Summe zu einem effizienten Vorgehen.

Die Firma Willert Software Tools liefert all diese Komponenten, je nach Bedarf auf die Situation abgestimmt in Form von Schulungen, Workshops, Werkzeugen und Best Practice in Form von Vorlagen, Frameworks und Mustern.  Unterstützt werden sowohl agile als auch am V-Modell orientierte Vorgehen für Software und Systems Engineering für Embedded Systeme.
Dabei greifen wir auf bewährte Engineering Werkzeuge und Techniken, u.a. der Firmen IBM Rational, Polarion, Sparx Systems, ARM/Keil, IAR zurück und ergänzen diese mit eigenen Entwicklungen und Anpassungen.
Dazu liefern wir das notwendige Know How in Form von Schulungen und Coachings. Unser Ziel ist immer, dass der Kunde die neue Technik so schnell, wie möglich selber anwenden kann.

 

Managements Interest

In der Regel werden größere Veränderungen im Kontext des Software Engineerings innerhalb einer Firma relativ selten durchgeführt. Die Entscheidung für eine Modellierungsumgebung und deren Anschaffung zum Beispiel wird sicher nur 1 x in 10 Jahren durchgeführt. Das dazu notwendige Know How und die nötige Erfahrung sind aber erheblich. Eigentlich erfordert es mehrmonatige (wenn nicht sogar mehrjährige) praktische Anwendung von Werkzeug und/oder Methode. Alleine der Vergleich verschiedener Werkzeuge kann Monate an Aufwand bedeuten, wenn er entscheidungsrelevant durchgeführt werden soll.

Die Kosten für die Einführung einer neuen Methode liegen schnell im 5-stelligen Bereich für die Anschaffung von Werkzeugen und Schulungsmaßnahmen. Die impliziten Personalkosten für Einarbeitung, Inbetriebnahme und Konfiguration liegen in der Regel noch darüber, werden aber nur selten kalkuliert.

Im Gegensatz dazu ist der Beratungsaufwand gering, er liegt bei wenigen Tagen. Hier können schnell mit wenigen Tausend Euro Fehlentscheidungen von Zentausenden Euro vorgebeugt werden.

Wir bei Willert Software Tools begleiten ca. 50 Projekte pro Jahr, in denen wir unsere Kunden bei der Einführung von neuen Methoden, Werkzeugen und Prozessen begleiten.

 

Wir geben zu diesem Thema auch einen Workshop:

Auswahlkriterien für eine homogene Zusammenstellung von Software Engineering Ressourcen