Requirements Engineering

Requirements Engineering stellt nicht nur die Basis für eine effiziente Produktentwicklung dar, die Spezifikation von Anforderungen sind auch immer die Basis für die Definition der Tests. Damit spielt das Requirements Engineering eine zentrale Rolle in Bezug auf Effizienz und Qualität im Software und Systems Engineering.

Gleichzeitig spiegelt sich ein Großteil der Komplexität heutiger Systeme im Anforderungs-Management wieder. Dokumentenzentrisches Vorgehen, z.B. auf Basis von MS Office Produkten, stößt zunehmend an die Grenzen. Datenbankzentrische Werkzeuge helfen die Komplexität auch an dieser Stelle zu managen.

 

Requirements Studio

Basierend auf IBM Rational DOORS

Projektdokumentationen benötigen dedizierte Softwarelösungen

Das Requirements Studio basiert im Kern auf der marktführenden Lösung für Anforderungsmanagement „IBM® Rational® DOORS®“. Gerade in den Industriebereichen „Automotive, Railway und Aerospace“ ist Rational DOORS auch heute noch immer eines der mit Abstand beliebtesten und am häufigsten eingesetzten Anforderungsmanagement-Werkzeuge. Nicht zuletzt resultiert diese Präsenz vor allem durch die immer weitere Verbreitung von Normen für „Funktionale Sicherheit“ (IEC61508, ISO26262, EN50128,…), welche u.a. eine durchgängig und lückenlos verlinkte Dokumentation fordern. Denn gerade in der Grundfunktionalität eines Anforderungsmanagement - Werkzeuges (Linkregeln, Verlinken, Link Analysen) punktet das klassische Rational DOORS auch nach über 25 Einsatzjahren noch in weiten Teilen gegenüber der Konkurrenz.
Das Requirements Studio von Willert Software Tools erweitert die praxisbewährte Funktionalität von Rational DOORS durch eine DXL Add On Suite, welche dem Benutzer oder Projektadministrator in vielen Anwendungsfällen eine nützliche Ergänzung zu den vorhandenen Funktionen bietet.
Weiterhin ergänzt das Requirements Studio das klassische DOORS mit dem ReqXChanger, um eine Anbindung an führende Model Driven Development-Werkzeuge (SparxSystems Enterprise Architect, IBM Rational Rhapsody). Hierdurch erhält der Benutzer die Möglichkeit seine Spezifikationen direkt mit UML oder SysML Artefakten zu verlinken. Beim Einsatz von Rational Rhapsody resultiert hieraus sogar eine Traceability bis in den Source Code

Bestandteile des Requirements Studios

IBM Rational DOORS
Der absolute Klassiker unter den 
Anforderungsmanagement-Werkzeugen.
Mit IBM Rational DOORS haben Sie die Möglichkeit die Artefakte Ihrer Projektdokumentation (Anforderungen, Spezifikationen, Tests, Normenauszüge, etc.) über Linkbeziehungen zu verbinden. Gerade in größeren, komplexeren Dokumentationen erleichtern diese dokumentierten Abhängigkeiten die tägliche Arbeit ganz enorm. Es ist nunmehr sofort ersichtlich, welche Auswirkung eine kleine Änderung im Lastenheft bewirkt. Auch die Frage nach der Testabdeckung oder der Abdeckung der Customer Requirements kann mit wenigen Klicks beantwortet werden. Sind für die Dokumente unterschiedliche Stakeholder zuständig, hilft Ihnen der Suspect Link Mechanismus, damit kein Change Request verloren geht. 
Ein weiterer Pluspunkt von DOORS ist die einfache Möglichkeit Anforderungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber verlustfrei auszutauschen. Hierfür kann die fest implementierte RIF / ReqIF Schnittstelle verwendet werden, welche sogar den Austausch von mehreren verlinkten Dokumenten ermöglicht. 
Weiterhin kann beim RIF / ReqIF Datenaustausch zwischen zwei DOORS-Instanzen genau festgelegt werden, welche Seite für welche Attribute die Schreibrechte bekommt. 
Mit DOORS lassen sich kleine, als auch große (bis zu 200 Millionen Dokumentationsartefakte) Dokumentationen effizient verwalten.

ReqXChanger
Irgendwann ist die untere Spitze des V-Modells erreicht und es folgt in aller Regel Design und Implementation. 
In den meisten Fällen gibt es nun an genau dieser Stelle einen Bruch in der Werkzeugkette. 
Der Entwickler muss die Spezifikationen in DOORS einsehen und in einem anderen Werkzeug umsetzen. 
Auf der Seite der Implementation muss zudem irgendwie dokumentiert werden, welcher Teil der Implementationen nun die Spezifikation aus DOORS erfüllt. In Folge müssen wieder aufwändige Redundanzen händisch erstellt und gepflegt werden.
Der ReqXChanger von Willert Software Tools ermöglicht einen Datenaustausch zwischen allen Anforderungsmanagement-Werkzeugen mit einer ReqIF Schnittstelle (z.B. Rational DOORS) und den Modellierungs-Werkzeugen IBM Rational Rhapsody oder Sparx Enterprise Architect. Beim Austausch werden beliebige Spezifikationsdokumente zum MDD-Tool exportiert und damit dem zuständigen Entwickler per Knopfdruck verfügbar gemacht. Der Entwickler kann nun die Spezifikationen mit seinen UML / SysML Modell -Elementen verlinken und diese Information seinerseits wieder an das Anforderungsmanagement-Werkzeug zurückgeben. Hier wird nun für jedes verlinkte Modellelement eine Repräsentanz erzeugt, die wiederum eine komplette Traceability im Anforderungsmanagement- Werkzeug ermöglicht. 
Wenn eine Spezifikation im Anforderungsmanagement- Werkzeug geändert oder gelöscht wird, erzeugt dies eine entsprechende „suspect“ oder „deleted“ Information im MDD-Werkzeug. Im Falle eines Einsatzes von IBM Rational Rhapsody können die verlinkten Spezifikationen sogar automatisch als Kommentare in den Quellcode übernommen werden.

XTRONIC DXL Suite

Rational DOORS lässt sich über die Erweiterungssprache 
DXL (DOORS Extension Language) flexibel an die Bedürfnisse 
jedes einzelnen Kunden anpassen. Oftmals endet dieses Customizing in ganzen Bibliotheken voller DXL-Skripte. Die anfängliche Begeisterung der Entwickler hört aber schnell auf, wenn es um Dokumentation, Test und Wartung dieser Skripte geht. Das Resultat sind wenig verlässliche Zusatzfunktionen mit schlechter Usability. 
Da alle DOORS Nutzer im Grunde immer einen gemeinsamen Nenner an Zusatzfunktionalität benötigen, hat unsere Partnerfirma XTRONIC ein Paket mit sinnvollen Erweiterungen zusammengeschnürt, welches permanent von DXL-Profis gepflegt und erweitert wird. Diese DOORS DXL AddOn Suite ist Bestandteil 
des Requirements Studios und kann damit auf jedem zugehörigen DOORS Client installiert werden.
Die XTRONIC DXL Suite besteht aus folgenden Paketen:

Overview Manager
Der Overview Manager erstellt in DOORS ein Übersichtsmodul, in dem für jedes zu betrachtende DOORS-Element (DOORS-Projekt, DOORS-Ordner oder formales DOORS-Modul) entsprechend der Datenbankstruktur ein Objekt erstellt und mit seinen Eigenschaften befüllt wird. Aus diesem Übersichtsmodul heraus können weitere Operationen oder Funktionen für alle sichtbaren Einträge ausgeführt werden. Soll dieses nur für eine Teilmenge gelten, kann das Übersichtsmodul mit geeigneten Attributen erweitert und darüber gefiltert werden. Das Übersichtsmodul kann jederzeit aktualisiert oder angepasst werden.

Anwendungsfälle

  • Wann wurden Datenbankelemente erstellt?
  • Wann wurden Module zuletzt geändert?
  • Wann wurden sie zuletzt verwendet?
  • Welche Zugriffsrechte sind definiert?

Data Model Manager
Der Data Model Manager kann einfache Änderungen am Datenmodell mehrerer Module durchführen. Dazu benötigt man ein Source Modul, das Attribute, Datentypen und Views bereitstellt. Diese können dann per Data Model Manager Einstellungen in andere Module kopiert werden. Eine weitere Funktion erlaubt die Ausführung von DXL-Skripten in mehreren Modulen.

Anwendungsfälle

  • Erstellung von Attributen in verschiedenen Modulen
  • Änderung von Aufzählungs-Datentypen in verschiedenen Modulen
  • Kopieren von Views
  • Ausführen von DXL-Skripten

Delta Manager
In DOORS können Sie lediglich einen historischen Vergleich auf dem „Description“ Attribut durchführen. 
Das Ergebnis wird dann in einem kleinen PopUp Window ausgegeben. Mit dem Delta Manager können Sie nun Ihre historischen Stände und auch komplett unterschiedliche Module miteinander vergleichen. Das Ergebnis wird in einer eigenen Spalte übersichtlich präsentiert. Weiterhin können Sie beliebige Attribute in den Vergleich mit einbeziehen.
Anwendungsfälle 
• Änderungen über die Zeit in einer eigenen Spalte dokumentieren
• Lastenheftupdate des Kunden mit dem Ist-Stand vergleichen
• Branches miteinander vergleichen

Content Manager
In erster Linie lassen sich mit dem Content Manager von einem Modul weitere Kopien anlegen. Gegenüber der simplen Kopierfunktion in DOORS, hat der Benutzer hier aber die Option vorhandene Linkbeziehungen zu übernehmen. Des Weiteren können „Trace“ Beziehungen zum Original angelegt werden. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Ableitungen entstanden sind und die Übersichtlichkeit durch eine Traceability gewährleistet werden soll. Wurde von einem Modul eine Kopie erstellt, so kann sich das „Muttermodul“ autark weiterentwickeln, ohne die Kopie zu beeinflussen. Bei Bedarf kann die Kopie jedoch auf einen beliebigen, versionierten Stand der Mutter gezogen werden.
Doch dies ist noch lange nicht alles. Mit dem Content Manager haben Sie sogar die Option aus mehreren Modulen ein einzelnes Modul aufzubauen, oder umgedreht. Die Reihenfolge und Anordnung der Inhalte können Sie natürlich selbst bestimmen.
Anwendungsfälle 
• Ableitung von Spezifikationsvarianten 
• Qualifiziertes Einbinden von Fremdinhalten 
•„Physikalischer Filter“, tatsächliche Selektion der Inhalte  
   (nicht zu veröffentlichende Inhalte sind auch tatsächlich nicht enthalten) 
• Unterschiedliche Versionsstände für unterschiedliche Empfängerkreise

Template Manager
Der Template Manager dient zur Verwaltung von Spezifikationsvorlagen, deren Definition, Verabschiedung und kontrollierten Verbreitung im Unternehmen sowie der kontrollierten Aktualisierung aller von diesen Vorlagen abgeleiteten Spezifikationen. 
Der Template Manager kann auch kaskadiert eingesetzt werden, d.h. die Unternehmensstandards werden in 1. Ableitung in die Abteilungsstandards überführt, dort ergänzt und angepasst, für die Abteilung verabschiedet und erst in 2. Ableitung in die Spezifikationen abgeleitet, usw.
Zu Beginn wird ein reguläres DOORS Module zu einem Template erklärt. Dabei wird definiert, welche Attribute und Views mit beinhaltet sind. 
Von dieser Vorlage können nun beliebig viele Module abgeleitet werden. Das Template kann sich dabei autark von den Ableitungen weiterentwickeln. Hat das Template einen weiteren Releasestand erreicht, kann dieser explizit freigegeben werden. In den abgeleiteten Modulen gibt es dann die Möglichkeit alle Änderungen vom Template direkt zu übernehmen, oder die Änderungen (neue, geänderte, gelöschte Objekte) einzeln zu überprüfen und selektiv zu übernehmen.

Mehr Informationen zum Requirements Studio finden Sie rechts im Datenblatt.

 

Wir unterstützen Sie bei der Einführung mit unseren bewährten Schulungen und StartUp-Coachings
Dabei berücksichtigen wir Ihre individuellen Prozesse und Dokumente, aber auch die Forderungen von Normen und Frameworks (Automotive SPICE, ISO 26262, IEC 61508 ...).
3 Tage kombinierte Schulung, individuelle Konfiguration und Inbetriebnahme reichen in der Regel aus.  Auf Basis dieses Start-Ups können Sie digitales Anforderungsmanagement einsetzen und von den Vorteilen gegenüber dokumenten-zentrischem Vorgehen profitieren.
Gleichzeitig legen Sie einen soliden Grundstein für viele Forderungen der Normen und OEM‘s.

 

Ergänzende Infos

Schulungen / Termine